YES, DON’T PANIC!

conducting concept for improvising musicians

Sonntag 18. Juni, 19.30 Uhr, Zwischennutzung Hof Wil, Wil SG => wo?
Beat Keller – Feedback Gitarre, Christoph Grab – Saxofon, Urs Baumgartner – Keyboards, Lukas Lulu Meier – Schlagwerk, Marc Jenny – Kontrabass
Der imposante Dachstock vom Hof Wil gehört zu den momentan attraktivsten Orten für kulturell nutzbare Zwischenräume in der Ostschweiz. Ideal geeignet für das Musikkonzept von Marc Jenny mit dem klingenden Namen «Yes, don’t panic!». Das ist ein Programm, mit dem sich frei improvisierende Musiker via Tablets gegenseitig Spielanweisungen geben können. So entsteht Musik im Moment mit hohem Risikofaktor, intensivem Spannungsanteil und berührender Emotionalität.Das Improvisieren mit losen Spielanweisungen gibt der Musik immer eine Richtung vor, hält sie dynamisch und facettenreich – ohne jedoch ins Belanglose abzudriften. Das Konzept von «Yes, don’t panic!» ist zudem so angelegt, dass es Musiker zusammenbringt, die sich noch gar nicht kennen. Diese Spontanität trägt ebenfalls zur Dringlichkeit der Aufführung bei. Für das Konzert in Wil konnte Marc Jenny vielseitige Musiker gewinnen. Alle bringen viel Erfahrung in unterschiedlichen musikalischen Kontexten mit und überzeugen durch eine eigenständige musikalische Sprache.

Donnerstag 22. Juni, 20.30 Uhr, Halle Lattich, St. Gallen => wo?
Paul Giger – Violine, Michael Neff – Trompete, Roman Rutishauser – Piano, Linda Vogel – Harfe, Marc Jenny – Kontrabass, Lika Nüssli – multimedia sculpture
Marc Jenny präsentiert eine weitere Serie von «Yes, don’t panic!» im Lattich. Sein «conducting concept for improvising ensembles» bringt unterschiedliche MusikerInnen zusammen, welche sich via Tablets gegenseitig Spielanweisungen senden. So entsteht eine Improvisationsgrundlage – angelegt als abenteuerliche Klangreise jenseits von Hörgewohnheiten und Erwartbarkeiten. Und dank dem hochkarätigen Ensemble gilt: Keine Panik! Mit Paul Giger, Michael Neff, Roman Rutishauser, Linda Vogel, Marc Jenny und Lika Nüssli (Installation).

Freitag 23. Juni, 20.30 Uhr, Halle Lattich, St. Gallen => wo?
Peter Conradin Zumthor – Drums & Sounds, Flo Stoffner – Gitarre & Effects, Stefan Baumann – Cello & Electronics, Raphael Loher – Synthesizer, Piano & Toys, Marc Jenny – Kontrabass & Electronics, Lika Nüssli – multimedia sculpture
Am zweiten Abend von «Yes, don’t panic!» im Lattich präsentiert Marc Jenny spannende Persönlichkeiten aus der Schweizer Improvisationsszene. Die Musiker, allesamt faszinierende Meister in der metaphysischen Klangerweiterung, sind via Ipads vernetzt. So leiten und gestalten sie gemeinsam eine Improvisation irgendwo an den Rändern von akustischer Sounderzeugung und elektronischer Klangverfremdung. Mit Peter Conradin Zumthor, Flo Stoffner, Stefan Baumann, Raphael Loher, Marc Jenny und Lika Nüssli (Installation).

Samstag 24. Juni, 21 Uhr, Weekly Jazz zu Gast aint il tablà Gartmann, Susch => wo?
KIMM Trio: Philipp Z’Rotz – Saxophon & Klarinette, Marc Jenny – Kontrabass, Emanuel Künzi – Schlagzeug
Outer String Trio: Werner Hasler – Trompete, Electronics, Carlo Niederhauser – Cello, Manuel Pasquinelli – Perkussion
An der Performance von «YES, DON’T PANIC! aint il tablà» in Susch improvisieren Musiker, die sich schon sehr gut kennen, mit anderen, die sich ebenfalls schon sehr gut kennen, wodurch eine einzigartige und spannungsgeladene musikalische Dynamik entsteht. Der Ostschweizer Kontrabassist Marc Jenny lädt die Musiker seines Kimm Trios ein – und als musikalischen Gegenpool agiert der Berner Trompeter Werner Hasler, der sich mit seinem Outer String Trio selbst entwickelten Tonabfolgen, sogenannten Modis widmet. Beide Trios beschäftigen sich intensiv mit freier Improvisation und pflegen einen eigenständigen, austarierten Bandsound.

 


Eine positive Haltung ist die beste Voraussetzung für Begegnungen in und mit der frei improvisierten Musik. Sei es, wenn sich Musiker begegnen, die sich noch nie gesehen haben, oder sei es, weil man sich als Publikum auf einen völlig unvorhersehbaren Trip einlässt. Kategorien wie gut oder schlecht, richtig oder falsch haben in diesem Kontext gar nichts mehr zu suchen. Man taucht nur noch ein und lässt sich treiben.

Der St. Galler Musiker Marc Jenny hat ein Konzept entwickelt für eine Performance, die Musiker in geleiteten freien Improvisationen gemeinsam auftreten lässt. Mittels Tablets sind die Spieler vernetzt und können sich in der Dirigentenrolle gegenseitig musikalische Anweisungen senden. Wie diese Anweisungen umgesetzt werden – darauf haben sie allerdings keinen Einfluss…

Das Setting lässt vieles zu und entspringt einem langgehegten Wunsch von Marc Jenny. Er möchte die Rahmenbedingungen schaffen, dass sich Musiker auf inspirierende Weise begegnen können. Es soll Platz lassen für die verschiedenen Persönlichkeiten und ihre Ideen. Das Ziel ist eine musikalisch vielseitige und überraschende Performance, die Spass macht – sowohl als Zuhörer als auch als Spieler.

«Yes, don’t panic» eignet sich ideal auch, um Räume auszuloten. Die Musiker müssen sich nur hören – aber eine Bühnensituation gibt es eigentlich nicht. Das Publikum kann zwischen den Akteuren herumwandeln, ihnen über die Schulter schauen, den Spielanweisungen folgen und sich vom Licht lenken lassen. Jeder Spieler sitzt nämlich in seinem eigenen Scheinwerferlicht. Je nach Spielsituation ändert sich die Farbe – was die Performance dem Publikum auf mysteriöse Weise ein Stück weit näherbringt. Aber es bleibt noch viel Platz für Magie – drum gilt nach wie vor: «Yes, don’t panic!»


Infos zu vergangen Aufführungen und Video


Die Aufführungen sind möglich dank der grosszügigen Unterstützung von: Stiftung Hof zu Wil und weiteren…