«YES, DON’T PANIC!» im Lattich St. Gallen – 2016

YES, DON’T PANIC!

Konzertserie im Lattich am Güterbahnhof St. Gallen
Oktober 2016

Beitrag TV Ostschweiz:

Mittwoch 5. Oktober mit:

Peter Madsen – Piano
Carlo Lorenzi – Drums
Dusan Prusak – Kontrabass
Florian King – Kontrabass
Marc Jenny – Kontrabass

Marc Jenny präsentiert mit «Yes, don’t panic!» eine Konzertreihe mit frei improvisierter Musik. Wobei so ganz frei geht’s dann doch nicht zu und her. Mittels Ipads vernetzen sich die Musiker, können in die Dirigentenrolle schlüpfen und den anderen Spielanweisungen senden – bis sich ein anderer als Dirigent aufdrängt. Für das erste Konzert bringt er Musiker zusammen, die sich zum Teil noch nie gesehen haben: Der Weltklassepianist Peter Madsen, der bereits mit Grössen wie Stan Getz, Maceo Parker, Joe Lovano und Benny Golsen zusammengearbeitet hat, begegnet dem Rheintaler Tausendsassadrummer Carlo Lorenzi. Diesem Doppelpack stehen gleich drei Kontrabassisten gegenüber: Dusan Prusak, Florian King und Marc Jenny selber sorgen für anständigen Tiefgang.

 

Sonntag 23. Oktober mit:

Amik Guerra – Trompete
Philipp Z’Rotz – Saxophon
Robert Morgenthaler – Posaune
Tony Renold – Drums
Marc Jenny – Kontrabass

Marc Jenny präsentiert mit «Yes, don’t panic!» sein «conducting concept for improvising ensembles». Das Ensemble von diesem Abend könnte eigentlich als klassisches Jazzquintett durchgehen: Ein Bläsertrio (Trompete, Saxophon, Posaune) wird begleitet von Kontrabass und Schlagzeug. Aber bei diesem Konzert ist Jazz höchstens ein Nebenschauplatz. Die Musik beginnt noch weit vor jeglichen Idiomen. Sound und Puls, Klangfelder und Interplay, Geräusche und Überlagerungen, Konturen und Anarchie – alles wird zur wohltuenden Massage der Gehörgänge. Der Kontrabassist Marc Jenny hat für diesen Abend Musiker aus seinem Umfeld zusammengetrommelt. Es ist der international tourende Trompeter Amik Guerra aus Kuba, sein Kimm Trio Wegbegleiter Philipp Z’Rotz am Saxophon, der posaunenspielende Nachbar Robert Morgenthaler aus Zürich und den umtriebigen Tony Renold am Schlagzeug.

 

Sonntag 30. Oktober mit:

Marcello Wick – Stimme
Andi Schnoz – Gitarre & Effekte
Raphael Loher – Synthesizer & Electronics
Martina Berther – E-Bass & Effekte
Sandro Heule – E-Bass & Electronics
Marc Jenny – Wassertropfen & Laptop

Am dritten und letzten Abend der Konzertserie «Yes, don’t panic» im Lattich in St. Gallen, präsentiert Marc Jenny ein Ensemble mit Musikern aus der jungen Improvisationsszene. Diesmal hält auch die Elektronik Einzug und man darf allerlei Gerätschaften zur metaphysischen Klangerweiterung erwarten. Die Musiker sind via Ipads vernetzt und können sich gegenseitig Spielanweisungen senden. So entsteht eine von allen gemeinsam geleitete und gestaltete Improvisation irgendwo an den Rändern der elektronischen Sounderzeugung und -Verfremdung. Als Gegenpol zur Elektronik wird der Stimmkünstler Marcello Wick – momentan im Theater St. Gallen bei Hamlet zu hören – agieren. Dann sind mit Sandro Heule und Martina Berther zwei Elektrobasser am Werk. Der Churer Andi Schnoz und der Exil St. Galler Raphael Loher an Gitarre und Synthesizer erweitern das Klangspektrum um Harmonie und Melodie. Marc Jenny wird Wassertropfen und andere Klangquellen in seinen Laptop einspeisen und mal schauen, was dann wieder rausfliesst.

 

Skills: Improvisation, Konzept, Yes don't panic